Wirtschaft und Politik an der HTW Berlin studieren
Wirtschaft und Politik: untrennbar vernetzt
Wirtschaft und Politik sind keineswegs so strikt getrennt, wie die Unterteilung in einzelne Wissenschaftsbereiche zunächst glauben lässt. In der öffentlichen Debatte wird der Erfolg politischen Handelns häufig an der wirtschaftlichen Entwicklung, der Höhe der Arbeitslosigkeit oder dem Wirtschaftswachstum gemessen. Wirtschaftspolitik ist ein zentrales Feld der politischen Auseinandersetzung. Zugleich hängen Unternehmen stark von den politischen Entscheidungen ab, die etwa über Regulierungen, Staatsausgaben oder Steuergestaltungen auf die Wirtschaft einwirken. Verbände, Parteien, Gewerkschaften und Stiftungen, aber auch Unternehmensberatungen und Unternehmen — alle Akteure an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft benötigen Expertinnen und Experten mit Fachwissen aus beiden Bereichen. Der Bachelor-Studiengang "Wirtschaft und Politik" bereitet auf diese anspruchsvollen Aufgaben vor.
Vorbereitung auf ein breites Spektrum von Berufschancen
Das Besondere am Studiengang "Wirtschaft und Politik" ist die enge Verzahnung von gesamtwirtschaftlichen, betrieblichen und politikwissenschaftlichen Sichtweisen. Dabei wird der Erwerb analytischer Fähigkeiten mit volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Theorie und Kenntnissen über die deutschen, europäischen und internationalen Institutionen verknüpft. Das Fundament legen Module mit Inhalten aus der Volkswirtschaftslehre, der Politik- und Rechtswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre. Zudem wird großes Gewicht auf statistische Fähigkeiten gelegt, da wirtschaftspolitische Entscheidungen meistens durch empirische Untersuchungen abgestützt werden. Dafür sind gute Methodenkenntnisse nötig, die mathematische, statistische und ökonometrische Kompetenzen erfordern. Auf diesem Wissen aufbauend können die Studierenden aus einem breiten Spektrum von Wahlpflichtfächern auswählen – je nach Neigung und gewünschter beruflicher Perspektive.
Praxiserfahrung im Studium sammeln
Ein zentrales Element des Bachelor-Studiengangs ist der Bezug zur Praxis. So beziehen die Lehrinhalte aktuelle Fragestellungen und zukunftsorientierte wirtschaftliche oder politische Veränderungen ein. Im 6. Semester erhalten die Studierenden zudem einen besonders intensiven Einblick in die Praxis: Sie arbeiten ein Semester lang in einem Fachpraktikum in Verbänden, Parteien, der öffentlichen Verwaltung oder Unternehmen. Diese sowohl theoretisch fundierte als auch anwendungsbezogene Ausrichtung wird beim späteren Berufseinstieg ein entscheidendes Plus sein — ebenso wie der frühe Kontakt zu Fachleuten aus Politik und Wirtschaft, die u.a. im Beirat des Studiengangs vertreten sind.

"Der Politikwissenschaft fehlt häufig das Verständnis für ökonomische Zusammenhänge, die Ökonomie ist nur allzu oft blind für Institutionen und politische Prozesse. Der Studiengang Wirtschaft und Politik verknüpft beide Disziplinen und ist damit die ideale Basis für eine Tätigkeit an der Schnittstelle der beiden Themen – ob in Journalismus, Verwaltung, Verbänden oder Unternehmen."
Mark Schieritz ist Redakteur für Wirschaft und Finanzmärkte bei DIE ZEIT und Beiratsmitglied des Studienganges Wirtschaft und Politik


